Gebete

Gebet des Pfarrers Johannes Schulz im KZ Dachau

Glorreicher hl. Josef, Pflegevater unseres Herrn Jesus Christus und wahrer Gemahl der Jungfrau Maria! Mit Freuden bereiten wir uns auf dein hohes Fest vor, um es würdig zu feiern zum Lobe Gottes und zu deiner Ehre. Gott hat dich so groß gemacht, weil du gerecht befunden wurdest. Wir kommen zu dir in einem besonderen Anliegen. Wie du das Jesuskind auf deine Vaterarme genommen hast, so möchten auch wir den eucharistischen Heiland recht bald wieder in unseren Händen tragen und den Gläubigen reichen. Wie du dem Hause von Nazareth vorstandest, so möchten wir wieder den Tabernakel des Heilandes betreuen. Wie du die heilige Familie als Oberhaupt geleitet, so möchten wir wieder als Hirten unsere Gemeinden führen. Das erbitten wir von dir in grenzenlosem Vertrauen auf das alte Wort: Josef non impetrat, sed imperat. (nicht befehlen, sondern regieren)
Und wie deine heilige Braut durch ihr Gebet die Stunde des ersten Wunders beschleunigt, so beschleunige du, wir bitten dich, aus tiefstem Herzen, den Tag, an dem wir wieder Priester sind, nicht nur durch Gebet und Opfer, sondern auch durch die Verkündigung des Wortes Gottes, besonders der Erlöserliebe des heiligsten Herzens Jesu und der Mutterliebe Maria und durch Ausspendung der heiligen Geheimnisse. Oh glorreicher Patriarch, heiliger Josef, laß uns nicht vergeblich flehen. Gleich dir möge für uns beten deine heilige Braut, unsere liebe Mutter Maria! Amen.

Lateinisches Wort: „Josef non impetrat sed imperat“ Der Spruch stammt von einem Philosophen (Name unbekannt) aus der Antike, ist eine Mischung aus Griechisch und Latein und bedeutet: Nicht befehlen, sondern regieren! Mit dem letzten Wort ist ein weises Führen einer Gruppe gemeint.

Unsere Liebe Frau von Dachau

„Unsere Liebe Frau von Dachau Obwohl wir selbst des Trostes bedürfen, bitten wir dich doch: geh auf heilige Wallerschaft und tröste alle, die deine Hilfe nötig haben! Es ist ja Krieg, und Millionen leiden Tag und Nacht Gefahren für Leib und Seele. Zeige, da du Mutter bist, und stärke sie. Millionen haben Haus und Heim verloren und irren obdachlos unter fremden Menschen. Bei dem Leid, das du selbst in Ägyptens Verbannung getragen hast, sei ihnen Zuflucht und Kraft. Und bei jenem großen Schmerz, den du unter dem Kreuz erduldet, tröste die Kranken und Verwundeten, gib Kraft den Gefangenen und stehe in der Todesstunde allen bei, die ihr Blut und Leben opfern müssen. Viele Kirchen sind geschlossen, viele Gotteshäuser zerstört, viele Gemeinden ohne Seelsorger, Überall stürmen die Pforten der Hölle an und suchen zu überwältigen. Zeige, da du Mutter bist, und erhalte deinem göttlichen Sohn seine Hirten und seine Herde. Erhalte ihm auch die Priester, die an den Fronten stehen oder in Lazaretten Samariterdienste leisten. Stärke die Priesteramtskandidaten, die sich nach dem Primizkranz sehnen. Erwecke Priesterberufe, trotz aller Hindernisse der Zeit, und sorge dafür, da die Flammen des Glaubens und der Tugend nicht erlöschen, da nicht zerbreche die Treue zur heiligen Kirche. Segne und stärke unsere Bischöfe in ihrem schweren Amt. Schütze und stütze vor allem unseren Heiligen Vater, dem das Herz so schwer sein muß, weil sein Arm gelähmt ist, die Not zu beheben, die Leiden zu lindern und den Frieden herbeizuführen. Und kommst du. Unsere Liebe Frau von Dachau, an die Stätten, wo unsere Eltern und Angehörigen, unsere Pfarrkinder und Mitarbeiter schon so lange um unsere Heimkehr beten, dann sage ihnen, da du über uns wachst im Leben und im Sterben. Oh, Unsere Liebe Frau von Dachau, zeige, da du Mutter bist, wo die Not am größten ist. Amen."


Lebenslauf   -   Gedenktafel   -   Buch   -   Neue Erkenntnisse   -   25 jähriges Priesterjubiläum   -   Predikt Bischof Dr. Reinhard Marx   -   Kreuzwegstationen.pdf   -   Totenzettel   -   Eine Welt ohne Gott   -   Gebete   -   Messdiener zu Besuch   -   Predigt   -   Schulentlassung 1938


Ein Bibelzitat: In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. [Psalm 31, 6]




Links
Christians Software aus Nickenich

www.st-arnulf.de